Wechselbäder und Wellnessdusche

Waschungen
Reiben Sie den Ober-, den Unter- oder den ganzen Körper mit einem in kaltes Wasser getauchten Tuch feucht ab. Benutzen Sie möglichst ein etwas raues, dickeres Leinentuch. Anschließend sollten Sie, ohne sich abzutrocknen, im Schlafanzug warm zugedeckt ausruhen. Als mildeste Form des Kaltreizes dienen Waschungen zur Kreislaufstärkung und Abhärtung – vor allem in der Rekonvaleszenz (=Genesung nach einer Krankheit), aber auch zur Fiebersenkung.

Fußbäder
Bei Fußbädern sollte das Wasser bis knapp unter das Kniegelenk reichen. Warme Fußbäder eignen sich zum Aufwärmen nach intensiver Auskühlung, als auch zur Abwehr von Infekten. Warme Fußbäder sollten etwa 15 Minuten lang dauern. Die Wassertemperatur kann langsam von etwa 35°C auf etwa 40°C gesteigert werden. Bei kalten Füßen dient ein warmes Fußbad auch der Vorbeugung auf anschließende Kaltwasseranwendungen (Güsse, Fußbad).

Wechselwarme Fußbäder helfen dabei, sich an kalte Fußbäder zu gewöhnen.Kälteempfindliche, vor allem ältere Menschen wenden sie statt kalter Fußbäder an. Dabei werden die Füße zweimal nacheinander fünf Minuten in warmes und fünf Sekunden in kaltes Wasser getaucht. Kalte Fußbäder sind, wenn vom Arzt empfohlen/gestattet, als „Gefäßtraining“ bei Krampfadern und geschwollenen Beinen geeignet.

Sie sind aber auch wirksam gegen niedrigen Blutdruck, zur Stärkung der Abwehrkraft, als abendliche Einschlafhilfe und bei starker Schweißneigung der Füße. Eine mögliche Alternative zum kalten Fußbad ist das dem Tau- oder Schneetreten verwandte Wassertreten in einer kalten Fußbadewanne: Dabei treten Sie auf der Stelle und heben bei jedem Schritt die Füße aus dem Wasser. Die Wirkung ist, bedingt durch den ständig neuen Reiz und die Muskelaktivität, stärker als beim reinen kalten Fußbad. Streifen Sie nach jedem Fußbad das Wasser nur ab und laufen Sie in Baumwoll- oder Wollstrümpfen so lange umher, bis die Füße trocken und warm sind.

Armbäder
Beim Armbad tauchen Sie die Arme bis etwa eine Handbreit oberhalb des Ellbogens ein. Ein warmes Armbad mit 36°C bis 38°C Wassertemperatur, etwa 15 Minuten lang, hilft bei Durchblutungsstörungen der Hände.

Ein Armbad, bei dem die Wassertemperatur innerhalb von 15 Minuten von 36°C auf 39°C gesteigert wird, ist bei beginnenden grippalen Infekten, Asthma bronchiale, Bronchitis, Angina pectoris und arteriellen Durchblutungsstörungen der Beine wirksam. Wenn Sie an einer schweren Krankheit leiden, sollten Sie vor der Anwendung ihren Arzt fragen. Beim wechselwarmen Armbad tauchen Sie die Arme zweimal abwechselnd für jeweils fünf Minuten in warmes und fünf Sekunden in kaltes Wasser – ein ausgezeichnetes Mittel gegen Durchblutungsstörungen der Hände und bei Spannungskopfschmerz.

Beim kalten Armbad leben Sie die Arme in kaltes Leitungswasser, bis ein leichter Kälteschmerz eintritt. Dieses Bad hilft bei Spannungskopfschmerz, Hypotonie (=Spannung oder Druck unter eines Normwertes) und Erschöpfung.

Sitzbäder
Beachten Sie, dass die Füße beim Sitzbad nicht ins Wasser gelangen, sondern auf einem Schemel ruhen und wie der Oberkörper mit einem Handtuch warm gehalten werden. Ein warmes Sitzbad hat eine Temperatur von etwa 35°C bis 37°C. Als Badezusatz kann zum Beispiel ein Kamillenextrakt verwendet werden. Bleiben Sie 15 Minuten lang darin sitzen, wenn Sie unter Blasenentzündungen, eierstock- oder Prostataentzündungen leiden, dies gilt nur bei nicht akuten Krankheitszuständen.

Wannenbäder
Wannenbäder werden meist 15 Minuten lang bei einer Wassertemperatur von 36°C bis 37°C durchgeführt, diese entspannen die Muskulatur und die Psyche. Badezusätze, die über Haut und Atemwege aufgenommen werden, wirken zusätzlich wohltuend. Warme Vollbäder belasten den Kreislauf stark und dürfen bei Hypertonie, Herzerkrankungen und ausgeprägten Venenleiden nicht benutzt werden. Bei Hypotonie und leichten Venenbeschwerden müssen die Beine nach dem Bad unbedingt kalt abgeduscht werden. Danach sollte man eine halbstündige Nachruhe durchführen (im Liegen.)

Neben den Wannenbädern können auch Dampfduschen entspannend sein, genaue Tipps was man beim Dampfduschen kaufen beachten sollte gibt es beim Ratgeber zum Thema Dampfduschen.

Cleopatrabad
Ganz im großen Stil der ägyptischen Königin, die in Eselsmilch gebadet haben soll, um Ihren Körper zu pflegen sowie ihre Schönheit zu bewahren. Heute wird für das Cleopatrabad meistens Kuhmilch verwendet, verfeinert mit Honig und orientalischen Ölen. So entspannt das Cleopatrabad die Muskeln, beruhigt die Nerven und verwöhnt den Körper mit wertvollen Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen. Speziell bei trockener und stark strapazierter Haut wirkt das Cleopatrabad Wunder. Das Resultat bzw. der Effekt des Cleopatrabades ist eine weiche, gut durchblutete und gepflegte Haut am ganzen Körper.

Peeling
Will man sich und seinem Körper etwas besonders Gutes tun, dann am besten mit einem wohltuenden Peeling. Ob an vereinzelten Stellen wie im Gesicht oder am ganzen Körper – mit speziellen Peelingschwämmen, körnigen Pasten, Meersalz oder auch Bürsten wird die Haut porentief gereinigt, und sie kann wieder atmen. Die beste Peeling-Wirkung erhält man nach einem warmen Bad in der Badewanne oder im Whirlpool.

Durch die Feuchtigkeit wird die Haut besonders weich und lässt Unreinheiten auf der Haut noch leichter verschwinden. Ein Ganzkörper-Peeling regt zusätzlich den Stoffwechsel an und hilft gegen hartnäckige Cellulitis. Tipp: Nehmen Sie ca. 200g Meersalz und massieren Sie es unter der Dusche ein. Raue Stellen wie Ellbogen und Knie sollten stärker gerubbelt werden. Danach mit viel Wasser abspülen und eincremen.